Die geflügelte Frauengestalt in Albrecht Dürers Kupferstich „Melencolia“ aus dem Jahr 1514 schaut nachdenklich, mit wachen Augen in die Welt, ihr Körper vermittelt abwartende Untätigkeit. Ein Komet am Himmel verweist möglicherweise auf eine Zeitenwende. Die Sanduhr zeigt das Ende des Mittelalters und den Beginn einer neuen, ungewissen, turbulenten Zeit an, in der Bestehendes grundsätzlich in Frage gestellt wird. Doch die Frau scheint gut gerüstet zu sein. Um sie herum symbolisieren wissenschaftlich- mathematische Gegenstände und philosophische Andeutungen, dass sie sich ein gutes Rüstzeug zugelegt hat, um allem Neuen mit Geist und Wissenschaft zu begegnen. Die Schüler:Innen der Jahrgangsstufe 10 haben sich selbst an die Stelle der Dürerschen Melencolia gesetzt und aus ihrer Sicht den Blick auf unsere Zeit gerichtet. Stehen wir wirklich vor einer Zeitenwende? Welche Veränderungen nehmen Jugendliche wahr? Wie gehen sie damit um und womit fühlen sie sich für die Zukunft gerüstet?
Diese Fragen beantworten sie auf ganz individuelle Art und Weise, zu sehen in Pavillon 6/7.










