Vorschlag Schulhof mit Birkenwald und Bach siegte
Was wünschen sich Lebewesen wie Weinbergschnecken, Teleskoprädertiere und Salweiden auf unserem Schulhof? Das erfuhren die Schüler:Innen der Klasse 5a in der 1. Ratssitzung der Lebewesen am RNG, die der Bio-Diff-Kurs der JG 9 für sie vorbereitete. Dazu schlüpften die 9 er jeweils in die Rolle eines anderen Lebewesens und versuchten die Welt aus der Sicht dieses Lebewesens wahrzunehmen. Und aus den Bedürfnissen ihres Lebewesens ein Anliegen für den Rat der Lebewesen zu formulieren.
Durch den Bau unserer Schule vor 35 Jahren verschwand die ortsnahe „Gänsewiese“ unter Plasterung und Asphalt, eine Katastrophe für dort lebende Lebewesen, deren Lebensraum zerstört wurde. In der Sitzung fanden sie mit ihren Anliegen endlich Gehör. Während der Schwalbenschwanz zusammen mit dem Wiesenbocksbart und der Zauneidechse eine Glatthaferwiese mit Trockenmauer forderte, plädierte das Geißeltierchen deutlich für eine Einführung und Anerkennung der „Grundrechte für alle Lebewesen“. Mit dem Antrag auf eine visionäre Radikalumgestaltung mit Birkenwald und Bachverlauf überzeugten der Kompostwurm und das Teleskoprädertierchen in der Schlussabstimmung, an der auch ausnahmsweise die menschliche Spezies (hier 5a) teilnehmen durfte, mit 32 Stimmen. 20 Stimmen erhielt der Kombivorschlag „Tiny jungle und Miniökosysteme“. Auf Platz 3 landete mit 16 Stimmen das Anliegen der Salweide mehr Weiden auf dem Schulhof zu pflanzen und das Anlegen einer Wiese ins Auge zu fassen.
Das warme Wetter vor den Osterferien wurde genutzt, schon mal Weidenstecklinge und zwei Felsenbirnen zu pflanzen. Alles andere muss leider noch warten.


